Nachdem uns die Tagesleitung heute, freundlicherweise, etwas länger schlafen lassen hat, waren wir gestärkt für die zwei neuen Spiele, die wir heute angefangen habe: Das »Rot-Spiel« und »Zahnbürstenmörder«. Und auch sonst war nicht viel Zeit für eine große Pause nach dem Frühstück, denn wir müssen immer noch die Seuche überwinden. Das Heilmittel hat leider nicht angeschlagen und weil wir keine Ahnung haben was sonst helfen könnte, konzentrierten wir uns heute auf die Ursache um somit auf eine Lösung stoßen zu können.
Bei einem Stationen-Lauf mit vielen verschiedenen Stops haben wir deshalb versucht herauszufinden, woher die Seuche kommen könnte. Ist es eine Krankheit die von Insekten übertragen wird? Ist es ein Fluch? Hat die Küche Schuld …? Wir wussten es nicht.
Leider haben wir nicht die Ursache gefunden, aber uns ist der große Berg Müll aufgefallen: Während wir in den letzten Tagen eine Zivilisation aufgebaut hatten, haben wir etwas unseren Müll aus den Augen verloren und er nimmt langsam überhand 😬. Hat er etwas mit der Seuche zu tun? Möglich wäre es. Deshalb haben wir am Nachmittag angefangen unser kleines Müllproblem etwas in den Griff zu bekommen, indem wir in verschiedenen Workshops Müll, Schrott und sonstige vermeintlich unbrauchbare Gegenstände »upgecycelt« haben. Dabei sind unteranderem hoch effektive Fallen entstanden, die unsere Fahne vor bösen Überfällern und wilden Tieren schützen sollen, aber auch viele schöne, kreative Basteleien, die uns den Alltag auf der Insel versüßen sollen.
Nach so viel Produktivität und Kreativität stürmten wir direkt als wir das hervorragende Abendessen leergeputzt hatten (Wir sind uns mittlerweile sehr, sehr sicher, dass die Küche nichts mit der Seuche zu tun hat), auf die große Wiese um Völkerball und Theque zu spielen, bis wir müde in unsere Betten fielen und direkt einschliefen.
Doch der Schlaf, wie tief er auch war, hielt nicht besonders lange. Denn plötzlich bimmelte die große Glocke uns alle wach. »Schnell, wir werden Überfallen«. Also packten wir fix unsere Taschenlampen und verteidigten unsere Fahne bis auf’s letzte, vor dem garstigen Überfäller. Er machte es uns nicht leicht und wir hatten alle Hände voll zu tun, aber am Ende waren wir siegreich, konnten die Fahne zurück gewinnen und sogar den Wicht einfangen und bestrafen. Es war ein alter Bekannter: Martin Hensel. Gott sei Dank ist er jetzt in unserem Kerker und kann kein Unheil mehr anrichten.


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